Hintergrund Ergebnisse Zielsetzung Förderung Kriterien Zielgruppe Modalitäten Verfahren


Zielsetzung

Ausgehend von den bisher erreichten Ergebnissen konzentriert sich die Fördermaßnahme ,,Solarthermie2000plus" auf erweiterte und neue Lösungen in der Solarthermietechnik und den Abbau von rechtlichen und organisatorischen Markteintrittsbarrieren.

Vorrangiges Ziel ist es, durch forschungsbegleitende Pilot- und Demonstrationsprojekte die wissenschaftlich-technischen und rechtlich-organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, dass die Solarthermie künftig einen deutlich höheren Beitrag am Wärmemarkt zur Substitution fossiler Brennstoffe leisten und damit auch ein wirksamer Klimaschutz erreicht werden kann. Dabei geht es um einen nahtlosen übergang von der anwendungsorientierten Forschung bis hin zum Abbau von Hemmnissen bei der breiten Markteinführung der Solarthermie. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch die weitere Senkung der solaren Wärmekosten ist dabei auch ein zentrales Ziel. Hierbei liegt das größte Potenzial auf dem Gebiet der Systemtechnik, z.B. der Erforschung effizienter und wartungsarmer Systemkonfigurationen, der optimalen Anbindung an das konventionelle Wärmeerzeugungssystem oder der Komponentendimensionierung.

Auch aus Gründen des Klimaschutzes müssen künftig solarthermische Anlagen, auch in neuen Einsatzgebieten, zu einem höheren solaren Deckungsanteil als bisher möglich führen. Als neuer Schritt ist dabei ein solarer Deckungsanteil von 10-30% am Gesamtwärmebedarf bzw. bis 60% für Anlagen mit saisonaler Speicherung vorgesehen. Wobei sich die maximal zulässigen Wärmegestehungskosten am solaren Deckungsanteil orientieren. Die solaren Wärmekosten sind außer von der Anlagengröße, der Systemtechnik und den Randbedingungen der jeweiligen Anwendung ganz wesentlich vom solaren Deckungsanteil abhängig. Ein wichtiges, neues Strukturelement ist deshalb die Orientierung der maximalen Wärmegestehungskosten am solaren Deckungsanteil. Die Vielfalt der zu lösenden Aufgaben erfordert eine intensive Forschung auf dem Gebiet der solaren Großanlagentechnik, bevor ähnlich standardisierte Ausführungsvorschläge wie für die solar unterstützte Trinkwassererwärmung vorliegen.

Durch diesen modifizierten Ansatz bei der Projektauswahl sollen einerseits neue technische Lösungen mit einer deutlichen Erhöhung des Beitrages der Solarenergie zur Wärmebedarfsdeckung künftig einbezogen werden, andererseits soll damit ein einheitliches und durchgängiges Verfahren zur ökonomischen Bewertung geschaffen werden, dass auch bisher primär unter Versuchsaspekten geförderte Konzepte strengen Wirtschaftlichkeitskriterien unterwirft.

Insbesondere sollen die folgenden Konzepte der solarthermischen Nutzung mit dem Bau von größeren Pilot- und Demonstrationsanlagen erprobt werden:

Solaranlagen zur kombinierten Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung (solaren Kombianlagen) mit mittleren solaren Deckungsanteilen am Gesamtwärmebedarf der versorgten Gebäude,

Solar unterstützte Wärmenetze und zentrale Wärmespeicherung, einschließlich deren Kombinationen mit anderen umweltfreundlichen Wärmequellen (wie Biomasse, Geothermie, Abwärme aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung), zur weitgehend CO2 neutralen Wärmeversorgung,

neue Anwendungsgebiete für die Solarthermie, wie z. B. die solarunterstützte Klimati sierung von Gebäuden (solares Kühlen) oder deren Einsatz für Prozesswärme im
Niedertemperaturbereich. Neben diesen wissenschaftlich-technischen Zielsetzungen sollen auch die rechtlichen und organisatorischen Hemmnisse für eine beschleunigte Markteinführung der Solarthermie untersucht und Vorschläge zum Abbau der Markteintrittsbarrieren gemacht werden.

Die erwarteten Ergebnisse sollen dazu dienen, vorhandene Hemmnisse abzubauen, die weitere Entwicklung des Solarmarktes in Deutschland wissenschaftlich zu flankieren und neue Marktpotenziale im Inland sowie für den Export zu erschließen.



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